Die Wahlschlacht um das Weiße Haus ist entschieden: Barack Obama darf Präsident bleiben. Das Endergebnis lässt allerdings auf sich warten. Denn in Florida sind die Wahlorganisatoren heillos überfordert....14.30 Uhr: Auch die radikal-islamischen Taliban reagieren auf den Wahlsieg von Obama. Sie fordern ihn auf, eine Niederlage der USA in Afghanistan anzuerkennen. „Obama muss jetzt wissen, dass sie den Krieg in Afghanistan verloren haben“, erklärt Taliban-Sprecher Sabijullah Mudschahid auf der Webseite der Gruppe. „Deshalb müssen sie ohne weitere Lügen und Verzögerungen unser heiliges Land verlassen und sich statt dessen auf ihr eigens Land konzentrieren.“ 13.56 Uhr: Der Dalai Lama bittet den Obama um Vermittlung in der Tibet-Frage gebeten. Er hoffe auf die Hilfe der US-Regierung, damit eine sowohl für Tibet als auch China akzeptable Lösung gefunden werden könne, schreibt das geistliche Oberhaupt der Tibeter in einem Brief an den Wahlsieger. 13.54 Uhr: Pakistans Präsident Asif Ali Zardari hofft, dass er begrüßt die Wiederwahl von US-Präsident Obama. Er hoffe, dass er zusammen mit Obama „Frieden, Sicherheit, Stabilität und Wohlstand“ fördern könne, erklärt Zardari. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind wegen der US-Drohnenangriffe sehr angespannt. Nach einer BBC-Umfrage war Pakistan das einzige Land, in dem die Bevölkerung gegen eine Wiederwahl Obamas war. 13.20 Uhr: Die im palästinensischen Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas fordert vom wiedergewählten US-Präsidenten, die Parteinahme für Israel zu beenden. „Die Hamas appelliert an Obama, seine einseitige Haltung zugunsten der israelischen Besatzung zu beenden“, sagt Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri. 13.14 Uhr: Kaum wiedergewählt, scheint der erste Termin für den Präsidenten festzustehen: Nach Angaben eines birmanischen Regierungsvertreters wird Obama am 19. November in Rangun erwartet. Das Land hat in den vergangenen Monaten hoffnungsvolle Schritte in Richtung Demokratie gemacht. 13.07 Uhr: Noch immer steht nicht fest, wie die Wahl in Florida ausgegangen ist. In dem Staat sind die Wahlhelfer offenbar völlig überfordert. Als die Wahlbüros um 19 Uhr (Ortszeit) eigentlich schließen sollten, warteten im südlichen Florida teilweise noch Hunderte Menschen darauf, ihre Stimme abgeben zu dürfen, meldete der „Miami Herald“. Immerhin: Die Menschen blieben auch, als die TV-Sender Obama als offiziellen Wahlsieger ausriefen – auf die 29 Wahlmännerstimmen ist er nicht angewiesen. Teilweise standen die Leute noch Stunden später an. Manche Wähler warteten sechs Stunden. Das Wahllokal in der Ronald-Reagan-Schule in Doral schloss dem Bericht zufolge, obwohl noch rund 300 Leute vor der Tür standen. Laut Gesetz hätten sie noch zum Zuge kommen müssen, da sie sich vor 19 Uhr in die Schlange eingereiht hatten. 12.28 Uhr: Die erzkonservative Republikanerin Michele Bachmann darf wieder ins Repräsentantenhaus einziehen. Sie vertritt einen Bezirk in Minnesota. Wiedergewählt ist auch Romneys Vize Paul Ryan, der den Südosten Wisconsins repräsentiert. Er war zuletzt Vorsitzender des Haushaltsausschusses. 12.20 Uhr: Die Arabische Liga hofft auf ein verstärktes Engagement von Obama im Nahen Osten. Der Sprecher der Organisation, Nabil Al-Arabi, gratuliert und betont, die Geschichte habe gezeigt, dass Präsidenten in der zweiten Amtszeit eher in der Lage seien, schwierige Aufgaben zu erfüllen. Auch Afghanistans Präsident Hamid Karsai erhofft sich nach der Wiederwahl Obamas ein engeres Verhältnis der beiden Länder. Die Beziehungen waren in letzter Zeit trotz militärischer und finanzieller Hilfe der USA für die afghanische Regierung angespannt. 11.56 Uhr: Ein kleines Dorf in Kenia feiert: In Kogelo im Westen des Landes nimmt Obamas überglückliche Großmutter Sarah die Glückwünsche von Besuchern entgegen. „Er trat zum zweiten Mal an, und er hat gewonnen“, das mache die Wahl so bedeutsam, sagt die vom nächtlichen Wahlmarathon ermattete 90-Jährige. „Der Grund für seinen Sieg ist, Gott hat ihn gegeben.“ Außerdem verstehe es ihr Enkel, „alle Menschen zu lieben“, anstatt zu spalten. 11.55 Uhr: Barack Obama hat bei den Katholiken besser abgeschnitten als Mitt Romney, meldet „Huffington Post“. Demnach stimmten 50 Prozent für Obama und 47 Prozent für den Mormonen Mitt Romney. 11.40 Uhr: Klare Forderungen kommen aus Japan: Der Gouverneur der südjapanischen Inselprovinz Okinawa ruft Obama auf, die US-Militärpräsenz in seiner Provinz zu verringern. „Ich möchte, dass er diese schwere Last stark reduziert“, sagt Hirokazu Nakaima. Diplomatisch äußert sich dagegen Regierungschef Yoshihiko Noda. Er lässt über den Regierungssprecher gratulieren. Tokio hoffe, das Bündnis mit Washington weiter festigen zu können. |
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